Scott Parker: Der Plan für Englands Euro 2028 Ruhm

2026-07-24

Scott Parker: Der Plan für Englands Euro 2028 Ruhm

Das Verpassen des WM-Titels in diesem Sommer bedeutet nicht, dass England 2028 in Europa nicht triumphieren kann. Nach dem anschließenden Rückblick auf die gesamte Kampagne überwiegt die anhaltende Enttäuschung über das Versagen im Finale die Zufriedenheit mit dem dritten Platz.

Die Euro 2028-Qualifikationsspiele beginnen am 26. September im Wembley-Stadion gegen die amtierenden Weltmeister Spanien – die ultimative Messlatte. Hier ist der Plan für Englands Weg zum Titel.

Jugendimpuls: Die nächste Generation

Der Kader wird in zwei Jahren ganz anders aussehen, und das heimische Jugendtalent sorgt für große Aufregung. Liverpools Rio Ngumoha und Arsenals Max Dowman stechen als die vielversprechendsten Teenager mit beeindruckendem Potenzial hervor.

Ngumoha spielt mit elektrisierender Geschwindigkeit und absoluter Furchtlosigkeit. Dowman hingegen hinterließ in der letzten Saison einen bleibenden Eindruck, indem er die nervenaufreibenden Premier-League-Titelrennen mit seinen schulischen Verpflichtungen balancierte. Beide haben das Potenzial, bis 2028 in den Seniorenkader aufzureisen und widerlegen damit den Mythos, dass England keine technisch versierten Spieler hervorbringen kann.

Die Nach-Kane-Dilemma

Harry Kane wird 34 Jahre alt sein, wenn die Euro 2028 beginnt. Er ist auf dem besten Weg, Englands erster hundertjähriger Torjäger zu werden, und sein Rekord von 85 Toren in 121 Länderspielen ist ein legendärer Meilenstein, der möglicherweise nie gebrochen wird.

Während Kanes überragendes Niveau in nächster Zeit nicht sinken wird, bleibt die brennende Frage, wer die zentrale Sturmrolle übernimmt. Elite-Innenstürmer sind rar gesät. Da Ivan Toney, Ollie Watkins, Dominic Calvert-Lewin und Dominic Solanke allesamt in ihren frühen Dreißigern bei dem nächsten Turnier sein werden, wird Liams Delaps Entwicklung bei Chelsea unter Thomas Tuchel genau beobachtet.

Bellinghams Zeit zu führen

Meine Debütkolumne für The Telegraph konzentrierte sich auf Jude Bellingham, und trotz anfänglicher Skepsis in der WM-Phase hat er jeden Kritiker zum Schweigen gebracht.

Bellingham ist nun ein zertifizierter Weltklasse-Superstar, der diesen Sommer seinen Elite-Status gefestigt hat. Als treibende Kraft hat er England durch schwierige Momente gezogen – insbesondere gegen Mexiko und Norwegen. Er verfügt über alle herausragenden Eigenschaften: Arbeitsmoral, Mut, technische Brillanz und ein besonderes Gespür für die größten Bühnen. Eine Heim-Europameisterschaft wird seine ultimative Krönung sein.

Die Lektionen aus der Pleite

Tuchels größte taktische Nachbetrachtung muss darauf abzielen, warum es der Mannschaft nicht gelang, die Intensität vom Training in entscheidende Spielsituationen zu übertragen, vor allem im Halbfinale gegen Argentinien.

Die frühe taktische Umsetzung war perfekt, aber eine konservative Wendung nach den frühen Auswechslungen führte dazu, dass Druck von einem unangenehmen, furchtlosen Gegner aufgebaut wurde. Es ist entscheidend, von dieser zurückhaltenden Denkweise abzurücken, beginnend mit dem Qualifikationsauftakt gegen Spanien.

Die Kultur der Resilienz

Niederlagen schmerzen, aber sie schaffen unzerbrechliche Entschlossenheit. Erfolg ist nicht linear, und das DNA eines Champions wird durch Widrigkeiten geprägt.

Mit dem Kern dieses Kaders, der zu ihrem besten Alter im Jahr 2028 kommt, wird der aufeinanderfolgende Herzschmerz einen unstillbaren Hunger entfachen. Der kollektive Geist, den Gareth Southgate aufgebaut und von Tuchel aufrechterhalten hat, ist fest verankert. Das letzte Puzzlestück ist ein großer Titel.